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D ' Racheringer hom d' Kirch vosuffa

Traditionsgemäß verbinden sich die altbaierischen Kirchweihfeste mit dem Patrozinium der Ortsansässigen Kirche - wir haben aber erst seit gut 25 Jahren eine eigene Pfarrkirche, die dem Heiligen Josef geweiht ist - und der feiert bekanntlich schon im März Namenstag. Wie kommt es also zur Raigeringer Kirchweih, noch dazu im Juli? Die Hofmarks-Herrschaft Raigering besaß eine eigene Kapelle im ehemaligen Gürtler-Anwesen gegenüber der Brauerei (neben dem „alten") Sterk-Garten - davon sind Bilder erhalten, die das Türmchen noch zeigen. Das Anwesen des Baron Butler wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts mangels Erben „zerschlagen", d.h. verkauft (dabei sind übrigens Kleingütler-Anwesen mit den jetzt ungewohnten Hausnummern Hofmark 33 % entstanden). Im Zuge dieser Veräußerungen wurde auch besagtes Anwesen verkauft und das Kirchlein aufgelassen. Sie war der Heiligen Gottesmutter geweiht, demzufolge war die Raigeringer Kirchweih früher im Juni - sie wurde erst viel später in den „Wettersichereren" Juli – ganz einfach verlegt! - Und aufgrund des Verkaufs wurde lange Zeit in den umliegenden Dörfern behauptet „die Raacheringer ham d'Kircha vasuffa" was stets einen willkommenen Anlass zu einer kleinen Rauferei bildete.

05.08.01, Thomas Graml



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