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10 Fragen an ...
Sebastian Gebhard, Kirwabaum-Versteigerer aus Iber

10 Fragen an Sebastian Gebhard, Kirwabaum-Versteigerer aus Iber In der Rubrik „Total durchgeknallt“ der Kategorie „Sammeln & Seltenes“ auf der Internet-Plattform ebay finden sich kuriose Dinge: beispielsweise ein Hirschgeweih oder Daumendrücken, aber auch ein Kirwabaum. Diesen versteigert die Landjugend Iber. Noch bis Samstag, 22.30 Uhr, läuft die Internet-Auktion. Wie Sebastian Gebhard erklärt, wollen die Kirwa-Organisatoren damit nicht den dicken Reibach machen. Sie sehen die Aktion vielmehr als eine große Gaudi.
kirwa.net: Sie bieten den Kirwabaum im Internet an. Ging er bei der konventionellen Versteigerung nicht weg?
Sebastian Gebhard: Die Versteigerung hat gar nicht stattgefunden, weil keiner so recht dran gedacht hat. Als Oberkirwabursch hätte ich ihn eigentlich versteigern müssen. Aber es war am Kirwamontag (22. September) ziemlich kühl und so viele Leute waren auch nicht mehr da – da ist die Baumversteigerung dann einfach untergegangen.
kirwa.net: Wie kamen Sie auf die Idee, den Baum im Internet zu versteigern?
Sebastian Gebhard: Beim Aufräumen haben wir dann mehr oder weniger festgestellt, dass der Baum gar nicht versteigert wurde. Da kam uns dann die Idee, ihn bei ebay reinzustellen. Das ist ja schließlich die einzige Möglichkeit, einen Baum auch nach der Kirwa noch zu versteigern.
kirwa.net: Wie viel Geld erhoffen Sie sich?
Sebastian Gebhard: Es ist nicht so, dass wir den Baum versteigern und dann einen Mordsgewinn machen wollen. Wir finden, es ist eine ganz witzige Idee und wollten das mal testen.
kirwa.net: Wir wurde der Kirwabaum denn bisher an den Mann oder die Frau gebracht?
Sebastian Gebhard: Wir hätten bei der Kirwa den Baum amerikanisch versteigert, wobei der Bieter nur den Differenzbetrag zum letzten Gebot hätte zahlen müssen. Bei ebay ist das anders, da muss der Höchstbietende den kompletten Betrag zahlen.
kirwa.net: Und wieviel Geld soll jetzt rausspringen?
Sebastian Gebhard: Uns ist klar, dass wir keine riesige Summe bekommen. Es geht uns einfach um die Gaudi und darum, die Resonanz zu testen.
kirwa.net: Was versteigern Sie denn sonst noch alles – Kirwaliesl, Kränze, Oberkirwamoidl?
Sebastian Gebhard: Alles unverkäuflich. Also, mein Oberkirwamoidl gebe ich auf keinen Fall her. Die Kränze – und das haben wir ja auch geschrieben – gehören nicht dazu, die brauchen wir nämlich im nächsten Jahr wieder.
kirwa.net: Die Liesl gibts also auch nicht zu ersteigern?
Sebastian Gebhard: Die Kirwaliesl zu versteigern, das wäre ja schon moralisch bedenklich.
kirwa.net: Gab’s Interessenten, die das gute Stück vorab besichtigen wollen?
Sebastian Gebhard: Diesbezüglich hat noch niemand angefragt. Allerdings gab’s ein paar Interessenten, die wissen wollten, ob der Baum schon gesägt und gespalten ist.
kirwa.net: Und - macht ihr ihn zu Kleinholz?
Sebastian Gebhard: Natürlich wird der Kirwabaum nicht ofenfertig verkauft, wir wollen ja keinen Holzhandel aufmachen. Wir sägen den Baum lediglich um. Bei Interesse könnten wir eine kleine Umlege-Party organisieren.
kirwa.net: Weißt Du, was ein Kirwahupferl ist?
Sebastian Gebhard: Das ist jetzt zu schwierig. Wenn es eine kleine Umlege-Party gibt, kann man das zu späterer Stunde erklären.

22.10.08 - Kristina Sandig



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