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10 Fragen an ...
Dr. Hans Wagner, Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach

10 Fragen an Dr. Hans Wagner, Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach Er ist geübter Schirmherr, unser Landrat Dr. Hans Wagner, da dachten wir uns, kann er auch ein bisschen das kirwa.net "beschirmen". Dr. Wagner tat's gerne, empfing uns im Landratsamt, betonte, dass die Kirchweihen eine wichtige Identifikationsfunktion für die Jugend erfüllen und beantwortete auch obligatorisch unsere "10 Fragen":
kirwa.net: Herr Landrat, was verbinden Sie mit einer Kirwa?
Dr. Hans Wagner: Kirwa bedeutet abschalten, lustige Musik, gutes Brauchtum, frohe Menschen und nicht zu vergessen eine Mass Bier.
kirwa.net: Wenn Sie an Kirwan denken, was ist da bei Ihnen hängengeblieben - an was denken Sie besonders gerne zurück?
Dr. Hans Wagner: An die Kirwa in Poppenricht im vergangenen Jahr. Ich denke da an den Einzug der Kirwapaare in die Kirche. Das war wirklich super.
kirwa.net: Was, glauben Sie, macht den Reiz einer Kirwa aus?
Dr. Hans Wagner: Die Kirwan sind ein Highlight für die Jugend. Die sehnt sich richtig danach ausgelassen zu sein und feiern zu können.
kirwa.net: Was bedeutet das Kirwa-Brauchtum für die Menschen im Landkreis?
Dr. Hans Wagner: So, wie die Kirwan jetzt gefeiert werden, ist das ein völliges Novum. Die Kirwan setzen wichtige Akzente und pflegen Werte, wie zum Beispiel die Heimatverbundenheit.
kirwa.net: Wie ist es nach ihrer Meinung dazu gekommen, dass diese Feste grade bei uns so eine Renessaince erleben?
Dr. Hans Wagner: Der Gedanke ist uralt. Die Kirchweihen waren die allerersten Feste im christlichen Abendland. Bei uns ist gerade in den letzten Jahren etwas ganz Neues daraus entstanden. Eine neue Form der Kultur.
kirwa.net: Glauben Sie denn, dass dieses "Neue" nicht das alte Kirwa-Brauchtum kaputt macht?
Dr. Hans Wagner: Brauchtum lebt vom Wandel. Wenn man Brauchtum nicht belebt, schnürt man ihm die Luft ab.
kirwa.net: Würden Sie es befürworten, starr an einem Brauch festzuhalten, damit etwas Ursprüngliches erhalten bleibt.
Dr. Hans Wagner: Nein. Ohne Freiheit klappt nichts. Es muss Bewegung rein und dann öffnet man auch die Türen für Aussenstehende.
kirwa.net: Ist das den Kirwa-Gesellschaften im Landkreis gelungen?
Dr. Hans Wagner: Ja auf jeden Fall. Das ist vielerorts mehr als nur Gaudi. Das ist ein ernsthafter, gelungener Versuch, die jungen Leute hier in der Region zu halten.
kirwa.net: Müssen Sie als Landrat die Kirwa-Feierei nicht loben, wenn Sie schon Mal der erste Mann in der Gegend sind?
Dr. Hans Wagner: Ich habe taktische Lob nicht nötig. Sowas brauche ich nicht. Ich mein das schon so, wie ich es gesagt habe.
kirwa.net: Wissen Sie, was ein Kirwa-Hupferl ist?
Dr. Hans Wagner: Ein Kuss.

18.07.01 - Uli Piehler



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