... das Kirwa-Portal im Internet

10 Fragen an ...
Barbara Tuchbreiter, Studentin der vergleichenden Kulturwissenschaften

10 Fragen an Barbara Tuchbreiter, Studentin der vergleichenden Kulturwissenschaften Mit der Kirwa kann man auch Karriere machen - zumindest zu einem Hochschulabschluss kommen... Barbara Tuchbreiter (27) aus Steinling (Gemeinde Edelsfeld) hat am Lehrstuhl für vergleichende Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg eine Zulassungsarbeit zum Thema "Der ganz normale Kirwawahnsinn - Kirchweihfeiern in der westlichen Oberpfalz" geschrieben. das kirwa.net hat sie über ihre Motive, ihre Erfahrungen und die Resonanz auf ihre Arbeit befragt.
kirwa.net: Barbara, von welcher Kirwa kamst Du gerade, als Du auf die Idee gekommen bist, die Zulassungsarbeit zu schreiben?
Barbara Tuchbreiter: Von keiner. Ich hab mir ein Thema überlegen müssen und da hab ich mir gedacht, ich schreib über das, was mich am meisten interessiert und worüber ich mich gut auskenne.
kirwa.net: Was studierst Du, dass man sich der Kirwa-Wissenschaft widmen kann?
Barbara Tuchbreiter: Ich habe Lehramt für Hauptschulen studiert. Bin jetzt auch fertig und werde ab September Schulkinder unterrichten. Bei dem Studium muss man ein Nebenfach wählen und ich habe mich für Volkskunde entschieden. Und Volkskunde befasst sich unter anderem mit so Dingen wie Festen und Bräuchen.
kirwa.net: Wie bist Du bei der Arbeit vorgegangen?
Barbara Tuchbreiter: Ich hab die Kirwa in Sinnleithen besucht und eine "teilnehmende Beobachtung" gemacht. Das heißt, ich hab mir angeschaut, wie die Leute sich verhalten. Außerdem habe ich Fragebögen an Gäste und Aktive verteilt und ausgwertet.
kirwa.net: Die Gliederung in aller Kürze bitte!
Barbara Tuchbreiter: 1. Geschichte der Kirchweih im Überblick, 2. Strukturanalyse der Kirchweih Sinnleithens heute, 3. Der Mensch auf dem Fest, 4. Ergebnisse und Erkenntnisse, 5. Ausblick.
kirwa.net: Und? Wie lautet Deine Erkenntnis?
Barbara Tuchbreiter: Es gibt viele Erkenntnisse aus dieser Arbeit. Vielleicht erstmal die Wichtigste: Kirwa ist ein kultur-soziologisches Phänomen, das die Theorie von der Entwurzelung der Gesellschaft widerlegt. Am Beispiel der Kirwa sieht man, dass Menschen die Gemeinschaft suchen und schätzen und dass sie sich für ihren Lebensraum stark engagieren, sofern er ihnen wichtig ist. Kirwa macht den Lebensraum aber wichtig.
kirwa.net: Gibts ein paar Antworten aus der Befragung?
Barbara Tuchbreiter: 74 Prozent konnten auf Anhieb das Wort Kirchweih erklären. 51 Prozent haben schon mal eine Kirwa mit ausgetanzt. 80 Prozent haben schon mal bei der Kirwa in Sinnleithen mitgearbeitet. 56 Prozent haben schon mal einen Urlaub nach dem Kirwatermin ausgerichtet und und und...
kirwa.net: In Sinnleithen gibt es noch ein paar ganz besondere Kirwabräuche. Sind die auch erwähnt?
Barbara Tuchbreiter: Ja, das Kirwa-Eingraben zum Beispiel. Das ist bei uns ganz ausgeprägt. Steht im dritten Kapitel, vier Seiten lang.
kirwa.net: Auf Seite 61 stehen einige Kirwalieder. Aus eigener Erfahrung?
Barbara Tuchbreiter: Ja. Ich kann schon ein paar Kirwalieder singen. War ja selber Kirwamoidl.
kirwa.net: Und welche Note hast Du bekommen?
Barbara Tuchbreiter: Die Professorin war ziemlich begeistert. Das war dann ein Einser.
kirwa.net: Preisfrage: Was, denkst Du, ist ein Kirwahupferl?
Barbara Tuchbreiter: Ich weiß es schon, aber ich sags nicht ;)

01.08.06 - Uli Piehler



kirwa.net - Willkommen im Kirwaportal! Zurück zur Übersicht Zum Beginn der Seite